Carbon- und Glasfaserverstärkte Filamente kombinieren die Verarbeitbarkeit von Thermoplasten (meist PA, PETG oder PLA als Basis) mit der Steifigkeit von Faserverbundwerkstoffen. Das Ergebnis: extrem steife, leichte Bauteile.
Max. Bauteilgröße
Abhängig vom Basismaterial: PETG- und PLA-Composites bis 420 × 420 × 500 mm, PA-CF und PA-GF bis 300 × 400 × 300 mm.
Werkzeuge & Anforderungen
Hardened-Steel-Düse zwingend – Carbon- und Glasfasern verschleißen Standard-Messingdüsen innerhalb weniger Drucke. Hartmetall-Bohrer für Nachbearbeitung. Schleifen nur mit Absaugung wegen Faser-Stäuben.
Typische Lieferzeit
Standard 3–5 Werktage
Leichtbaustrukturen, Drohnen, Rennkomponenten, Werkzeugaufnahmen
Festigkeit
Sehr hoch (5/5)
Flexibilität
Sehr gering (1/5)
Hitzebeständigkeit
Hoch (4/5)
Druckbarkeit
Gering (2/5)
UV-Beständigkeit
Mittel (3/5)
Chemische Beständigkeit
Mittel (3/5)
Ehrliche Einschätzung statt Marketing-Versprechen
✓ Stärken
Herausragende Steifigkeit
Sehr gutes Gewicht/Festigkeit-Verhältnis
Professionelles Erscheinungsbild
✗ Grenzen
Abrasiv – Hardened-Steel-Düse nötig
Spröde unter Biegebelastung
Teurer als Standard-Filamente
Echte Bauteile, echte Drucke, echte Ergebnisse



Typische Empfehlungswerte für Carbon / Glasfaser
| Schichthöhe | 0,15–0,24 mm |
| Düsentemperatur | 250–280 °C (je nach Basismaterial) |
| Druckbetttemperatur | 60–90 °C |
| Heizkammer | abhängig vom Basismaterial |
| Empfohlenes Infill | 40–80 % |
| Druckgeschwindigkeit | 40–80 mm/s |
Schleifen ist möglich, dabei entstehen aber Carbonfaser-Stäube – wir schleifen ausschließlich mit Absaugung. Lackierung haftet gut auf der matt-anthrazitfarbenen Oberfläche. Bohren benötigt Hartmetall-Bohrer, da die Fasern Standard-HSS schnell stumpf machen.
Aus der täglichen Praxis – ehrlich beantwortet
Was ist der Unterschied zwischen Carbonfaser und Glasfaser im 3D-Druck?
Carbonfasern (CF) sind steifer und leichter, aber teurer. Glasfasern (GF) sind etwas weniger steif, aber deutlich günstiger und für die meisten Anwendungen mehr als ausreichend. Optisch ist Carbon mattschwarz mit feinem Glitzern, Glasfaser eher mattgrau. Wir empfehlen Carbon nur dort wo das letzte Quäntchen Gewichtsersparnis zählt.
Sind Carbon-3D-Drucke vergleichbar mit echtem Carbon-Verbund?
Nicht ganz. Klassischer Carbon-Verbund (CFK) nutzt durchgehende Fasergewebe mit Harzmatrix, was extrem hohe Festigkeit ergibt. 3D-gedrucktes Carbon nutzt kurze Fasern (etwa 0,1–0,3 mm) in einer Thermoplastmatrix – das macht die Bauteile sehr steif aber nicht so fest wie echtes CFK. Für Bauteile bei denen es auf Steifigkeit und Gewicht ankommt (Drohnen, Robotik) ist 3D-Druck-Carbon ideal, für hoch belastete Strukturteile (Rotorblätter, Fahrradrahmen) bleibt CFK unschlagbar.
Welches Basismaterial ist bei Carbon-Filamenten am besten?
PA-CF (Carbonfaser-verstärktes Nylon) ist der Allrounder – zäh, hitzebeständig, abriebfest. PETG-CF ist günstiger und einfacher zu drucken, aber weniger zäh. PEEK-CF ist die Extremvariante für Hochtemperatur-Hochlast. Wir wählen das Basismaterial nach Ihrer Anwendung – fragen Sie gerne nach.
Wir fertigen Carbon / Glasfaser-Bauteile im FDM-Druck (Fused Deposition Modeling) in unserer Werkstatt in Remscheid – mit Lieferung ins Bergische Land, nach Wuppertal, Solingen, Köln, Düsseldorf und deutschlandweit. Express-Fertigung für zeitkritische Aufträge möglich.
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