Hochtemperaturfilamente wie PEI, PEKK oder PPS halten dauerhaft bis 200 °C und mehr stand. Sie werden dort eingesetzt, wo herkömmliche Kunststoffe versagen – in der Nähe von Motoren, Öfen oder chemischen Prozessen.
Max. Bauteilgröße
300 × 400 × 300 mm im technischen FDM-Druck.
Werkzeuge & Anforderungen
Hochtemperatur-Düse über 340 °C, aktive Heizkammer 80–120 °C, Filament-Trocknung. Hartmetall-Werkzeuge für maschinelle Nachbearbeitung.
Typische Lieferzeit
Standard 5–8 Werktage
Motorraum-Applikationen, Heißluftstrecken, Industrie-Sensorgehäuse, Formenbau
Festigkeit
Hoch (4/5)
Flexibilität
Gering (2/5)
Hitzebeständigkeit
Sehr hoch (5/5)
Druckbarkeit
Gering (2/5)
UV-Beständigkeit
Hoch (4/5)
Chemische Beständigkeit
Hoch (4/5)
Ehrliche Einschätzung statt Marketing-Versprechen
✓ Stärken
Dauerbeständig über 200 °C
Gute chemische Beständigkeit
Hochwertige Oberflächen
✗ Grenzen
Hochtemperaturdrucker (> 300 °C) erforderlich
Heizkammer nötig
Höhere Kosten
Echte Bauteile, echte Drucke, echte Ergebnisse



Typische Empfehlungswerte für Hochtemperatur-Filament
| Schichthöhe | 0,15–0,2 mm |
| Düsentemperatur | 340–390 °C |
| Druckbetttemperatur | 110–140 °C |
| Heizkammer | erforderlich (80–120 °C) |
| Empfohlenes Infill | 30–80 % |
| Druckgeschwindigkeit | 20–50 mm/s |
Annealing (thermische Nachbehandlung) erhöht die Hitzebeständigkeit und Festigkeit. Maschinelles Bearbeiten mit Hartmetall-Werkzeugen möglich. Ultraschall-Reinigung und Sterilisation problemlos.
Aus der täglichen Praxis – ehrlich beantwortet
Welches konkrete Hochtemperatur-Filament setzt ihr ein?
Wir setzen je nach Anwendung PEI (Ultem 1010 oder 9085, je nach Anforderung) oder PPS ein. PEI ist der Standard für Luftfahrt und Industrie, PPS für extreme Chemikalienbeständigkeit. Welche Variante passt, klären wir in einem kurzen Vorgespräch – schicken Sie uns Ihren Anwendungsfall.
Lohnt sich PEI gegenüber PEEK?
PEI (Ultem) ist etwa die Hälfte des PEEK-Preises und reicht für die meisten Anwendungen mit 170–200 °C Dauerlast aus. PEEK wird interessant ab ~230 °C Dauerlast, bei biokompatibler Sterilisation oder bei aggressiven Chemikalien wie konzentrierten Säuren bei hoher Temperatur. Für Standard-Hochtemperatur-Anwendungen ist PEI das wirtschaftlichere Material.
Welche Bauteile gehen typischerweise in Hochtemperatur-Filament?
Motorraum-Halter und Steckergehäuse, Anlagenkomponenten in Öfen oder Trocknungsstrecken, Heißkanal-Werkzeug-Komponenten im Spritzguss, Wartungs-Spezialwerkzeuge die in der Nähe heißer Bauteile eingesetzt werden, und Spezial-Sterilisationskörbe.
Wir fertigen Hochtemperatur-Filament-Bauteile im FDM-Druck (Fused Deposition Modeling) in unserer Werkstatt in Remscheid – mit Lieferung ins Bergische Land, nach Wuppertal, Solingen, Köln, Düsseldorf und deutschlandweit. Express-Fertigung für zeitkritische Aufträge möglich.
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