Hochtemperatur-Resin hält bis zu 200 °C (HDT) stand und eignet sich für Formen, Wärmeabschirmungen und Gussmodelle. Es überbrückt die Lücke zwischen Standard-Resin und keramischen Materialien.
Max. Bauteilgröße
298 × 164 × 300 mm im SLA-Verfahren.
Werkzeuge & Anforderungen
Isopropanol-Waschbad, UV-Härtegerät und Konvektionsofen für Thermoaktivierung bei ~80 °C über mehrere Stunden – ohne Thermoaktivierung wird die volle Hitzebeständigkeit nicht erreicht.
Typische Lieferzeit
Standard 3–5 Werktage (lange UV-Nachhärtung)
Spritzgussformen, Gussmodelle, Wärmeschilde, Elektronik in Hochtemperaturbereichen
Festigkeit
Mittel (3/5)
Flexibilität
Sehr gering (1/5)
Hitzebeständigkeit
Sehr hoch (5/5)
Druckbarkeit
Hoch (4/5)
UV-Beständigkeit
Mittel (3/5)
Chemische Beständigkeit
Mittel (3/5)
Ehrliche Einschätzung statt Marketing-Versprechen
✓ Stärken
Hitzeformbeständig bis ~200 °C
Hohe Detailgenauigkeit
Ideal für Formenbau
✗ Grenzen
Spröde
Teuer
Sorgfältige Aushärtung notwendig
Echte Bauteile, echte Drucke, echte Ergebnisse



Typische Empfehlungswerte für Hochtemperatur Resin
| Schichthöhe | 0,05–0,1 mm |
| Belichtungszeit | 3–6 s pro Schicht |
| Aushärtung | UV-Nachhärtung 60+ min plus Thermoaktivierung |
| Waschen | Isopropanol-Bad 10 min |
Nach UV-Nachhärtung folgt eine Thermoaktivierung im Ofen bei etwa 80 °C über 2 Stunden – das erreicht die volle Hitzebeständigkeit. Ohne Thermoaktivierung liegt die Wärmeformbeständigkeit nur bei 80–100 °C. Mechanische Bearbeitung möglich.
Aus der täglichen Praxis – ehrlich beantwortet
Kann ich mit Hochtemperatur-Resin echte Spritzgussformen drucken?
Ja, für Kleinserien und Funktionsmuster. Hochtemperatur-Resin hält den Spritzguss-Zyklus von PE, PP und PLA mehrere hundert Mal aus – ideal für Test-Tooling und Vorserien. Für echte Großserien-Werkzeuge sind Aluminium-Werkzeuge oder Hybrid-Lösungen mit gedruckten Einsätzen die bessere Wahl. Konkrete Auslegung gerne im Vorgespräch.
Welche Wärmeformbeständigkeit (HDT) erreicht das Material?
Etwa 200 °C bei 0,45 MPa Last gemäß ISO 75. Das ist deutlich über Standard-Resin (~50 °C) und Tough Resin (~75 °C) und bewegt sich im Bereich technischer Thermoplaste wie PC oder PA. Für noch höhere Temperaturen über 250 °C ist FDM mit PEEK oder Hochtemperatur-Filament die Alternative.
Warum ist Hochtemperatur-Resin so spröde?
Die hohe Hitzebeständigkeit kommt durch eine engmaschige chemische Vernetzung – die macht das Material gleichzeitig fest und steif, aber auch spröde. Das ist ein typischer Materialtrade-off. Für mechanisch belastete Hochtemperatur-Teile empfehlen wir PEEK oder PEI im FDM-Druck.
Wir fertigen Hochtemperatur Resin-Bauteile im SLA-Druck (Stereolithografie) in unserer Werkstatt in Remscheid – mit Lieferung ins Bergische Land, nach Wuppertal, Solingen, Köln, Düsseldorf und deutschlandweit. Express-Fertigung für zeitkritische Aufträge möglich.
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